Sommer, Sonne, América del Sur…

…das denken wahrscheinlich die meisten, wenn sie an Lateinamerika und auch an Chile denken. Doch auch in Südamerika gibt es den Winter – undzwar wenn auf der Nordhalbkugel Sommer ist. Sprich: Wir haben August, ich befinde mich auf der Südhalbkugel und es ist – Winter! Nun könnte man denken, ach, so richtigen Winter gibt es in Chile doch gar nicht. Und ob es den gibt!

Hier in Vina del Mar ist von Juni bis Anfang September Winterzeit, wir bekommen jetzt also noch das Ende vom Winter mit. Momentan sind es tagsüber so um die 15 Grad, nachts so um 8 Grad. Das klingt zwar nicht kalt, ist es aber tatsächlich! Scheint tagsüber die Sonne, bekommen wir schon einen Hauch vom Frühling mit und kalt ist es dann auch nicht. Ist es allerdings neblig, was es hier oben auf dem Hügel, auf dem wir wohnen, häufig ist, fängt das frieren an. Handschuhe, Schal, Mütze, Winterjacke – das volle Programm. In Deutschland kann man sich, wenn es draußen friert, in ein kuschlig warmes, doppelverglastes und beheiztes Haus zurückziehen. Was für ein Luxus das ist, haben wir hier schnell gelernt: Statt Heizungen, die sich in dem Viertel, in dem wir wohnen, die wenigsten Familien leisten können, helfen viel Tee, mindestens fünf Decken und eine Wärmflasche – funktioniert super! 🙂  Darf ich vorstellen: mi guatero und lifesaver, el pinguino! (Irgendwie hab ich es hier mit pinguinos…;-) ) DSC02548

Auch wenn ich dank warmen Klamotten, genügend Tee und mi guatero favorito nicht erfrieren muss, bin ich doch froh, wenn bald der Frühling kommt!

Das Bild oben zeigt übrigens den wunderschönen Ausblick aus meinem Fenster heute morgen – in der Ferne sieht man die nächste Stadt, die hinter unserer Hügelkette liegt: Quilpué.

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