el sur de Chile

Anfang März ist Mami mich besuchen gekommen. Ich war suuuper glücklich, sie wiederzusehen. Nachdem sie meine Gastfamilie kennengelernt hat und wir ein wenig Vina del Mar und Valparaíso besichtigt haben, ging es auf Richtung Süden Chiles.

Startpunkt Nummer eins war Punta Arenas, welches direkt an der Magellanstraße liegt. Von dort aus ging es am nächsten Morgen weiter nach Puerto Natales, ein kleines, sehr schönes Örtchen etwa 3 Stunden nördlich von Punta Arenas. Von Puerto Natales aus haben wir drei Tage lang Ausflüge in den Torres del Paine Nationalpark gemacht. Der Park ist wirklich unglaublich schön! Am ersten Tag sind wir mit einer organisierten Tour durch den Park gefahren, um uns einen Überblick zu verschaffen. Wir sind an mehreren Seen und Ausblickspunkten vorbeigekommen.

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hier zum Beispiel der Gletschersee des „Grey-Gletschers“
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eine von starken Wasserströmungen ausgehöhlte Höhle, etwas außerhalb des Parks
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diese Tiere heißen Guanacos und sind überall im Park anzutreffen. Sie gehören zur Familie der Lamas und Alpakas.

Am zweiten Tag haben wir zwei kleine Wanderungen gemacht. Bei der zweiten Wanderung sind wir (unerwarteterweise) bis auf einen recht hohen Hügel geklettert und hatten eine wunderschöne Aussicht auf den größten See des Parks (Lago del Toro).

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nach einem ziemlich anstrengenden Aufstieg dann endlich oben angekommen…
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…um den atemberaubenden Ausblick auf den See und die Berge im Hintergrund genießen zu können

Am dritten Tag haben wir uns für einen Ausflug an die etwas abgelegenere „laguna azul“ (blaue Lagune) entschieden. Mit der Entscheidung lagen wir goldrichtig. Bei strahlendem Sonnenschein spazierten wir am Ufer der Lagune entlang; außer uns beiden weit und breit niemand zu sehen. Die Stille an dem Ort war beeindruckend und unglaublich entspannend. In der Ferne konnten wir die drei berühmten „torres del Paine“, nach denen der Park benannt ist, erblicken. Einfach nur WOW!

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laguna azul mit den Torres del Paine im Hintergrund

Nach drei wunderschönen Tagen im Nationalpark fuhren wir zurück nach Punta Arenas, denn für den nächsten Tag war ein Ausflug in den „Parque Pinguinos del Rey“ geplant. Dieser liegt auf der gegenüberliegenden Seite der Magellanstraße, sodass wir mitsamt unseres Mietwagens am nächsten Morgen mit der Fähre nach Porvenir übersetzten. Von dort aus ging es weiter in den Pinguinpark. Dort konnten wir die Königspinguine aus sicherer Entfernung betrachten – besonders die Neugeborenen sind unglaublich knuffig mit ihrem puscheligen grauen Fell!

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da ist die kleine Kolonie zu sehen. An dem Tag war es ziemlich kalt und windig, sodass die gesamte Kolonie zusammengekuschelt auf der kleinen Insel stand.

Abends ging es mit der Fähre zurück nach Punta Arenas. Am nächsten Tag schauten wir uns ein wenig die Stadt an und am Abend hieß es dann Abschied nehmen von der südlichsten Region Chiles. Nächstes Ziel: die „Región de los Lagos“ (Seenregion), etwa 1000 Kilometer weiter nördlich. Manchmal ist es echt kaum zu glauben, wie endlos lang dieses Land eigentlich ist! Mehr als 4000 Kilometer erstreckt sich das Land entlang der Pazifikküste. Dies führt vor allem auch zu einer unglaublichen Vielfalt an Landschaften. Nachdem ich Anfang Februar einen kleinen Eindruck von der trockenen Wüstenregion im Norden Chiles (Arica) bekommen hatte, war der nahezu antarktische Süden mit den vielen hohen Bergen und Seen so ziemlich das komplette Gegenteil.

Angekommen in der Seenregion erwartete uns (nebst vielen Seen 😉 ), eine sehr grüne Landschaft. Auch viele Vulkane sind in dieser Region zu entdecken. So zum Beispiel aus der Vulkan Osorno, der direkt am Lago Llanquihue liegt. Dort haben wir die zweite Woche unseres Urlaubs verbracht, mit vielen Ausflügen zu den umliegenden Seen und Nationalparks.

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Wasserfall im Park „Alerce Andine“
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alles strahlend grün und feucht
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die Spitze des Vulkans Osorno

Die Städte in dieser Region, zum Beispiel Puerto Montt, Puerto Varas oder Frutillar, kamen uns erschreckend Deutsch vor, vor allem Frutillar. Das Örtchen wirkt wie aus einem Deutschland aus den 60er, 70er Jahren entnommen, mit hübsch gemachten Vorgärtchen samt Stiefmütterchen, Kuchenläden, und und und…der Einfluss, den die vielen deutschen Einwanderer, die sich in dieser Region niedergelassen haben, mitgebracht haben, ist auf jeden Fall kaum zu übersehen. Trotz des deutschen Einflusses ist die Region de los Lagos dank ihrer beeindruckenden Natur, den vielen Seen und Vulkanen, natürlich einmalig und nicht wirklich mit Deutschland zu vergleichen. Gefallen hat es mir auch hier ziemlich gut! Außerdem hatten wir total viel Glück mit dem Wetter, es hat eigentlich nicht einmal geregnet.

Alles in allem haben mir der Süden Chiles und die Seenregion sehr sehr gut gefallen, die zwei Wochen dort habe ich sehr genossen. Chile hat auf jeden Fall sehr viel schöne und beeindruckende Natur zu bieten! Zurück in Santiago hieß es dann Abschied nehmen von Mama – bis bald 🙂

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happy nach zwei wunderbaren Wochen Urlaub 🙂

 

 

Ein Gedanke zu „el sur de Chile“

  1. Liebe Jola,

    Es ist so wundervoll von fir zu lesen und die Bilder zu sehen. Ich hatte mit Mama telefoniert als die wiederkam. Louise ist jetzt auch für ein viertel Jahr in England und wir vermissen die auch sehr, aber ich finde es unglaublich mutig das du dieses Jahr machst und das wird Dir bestimmt dein Leben lang etwas geben. Ich hoffe das wir uns auch sehen bevor du dann weiter gehst zum studieren. Fühle dich sehr herzlich umarmt von Friederike

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